Ödeme, bei denen physikalische Therapien sinnvoll sind

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  • Lymphödem primär, sekundär 
  • Phlebödem = Venöses Ödem = Phlebostatisches Ödem
  • Lipödem + Lip-Phlebödem, Lip-Lymphödem, Lip-Lymph-Phlebödem
  • traumatisches Ödem, akut < 3 Monate, (chron. > 3 Monate)  
  • Chronisch entzündliche Ödeme
  • Ödem bei Morbus Sudeck = symphatische Reflexdystrophie (SRD)
  • Inaktivitätsödem
  • Idiopathisches Ödem
  • Ödem bei arteriellen Durchblutungsstörungen

[Quelle: siehe dazu Artikel in der  LymphForsch 4 (1) 2000; 31-33
"Konsensuspapier bezüglich Terminologie und Indikationskatalog in der Lymphologie"
von Schuchhardt, C. und Herpertz, U.]

 


Für Patienten bzw. an Laien gerichtete Beiträge in Presse, Internet und TV:

  • Auf dem Prüfstand: Die Manuelle Lymphdrainage - ein Überblick zur Therapieform - für jede/n gut verständlich!
    Fischer, T. im ÖKOTEST-Magazin 2/2006, Seite 38-39

  • Ein recht fachlicher, aber wichtiger Gesamtüberblick der zu unterscheidenden Ödemformen (Pdf) - auch um sich ein Bild zu den jeweiligen Schweregraden machen zu können - findet sich auf den Seiten der Asdonk Kliniken und Schulen

  • Auch wenn es für das Lymphödem keine Labortests gibt, sind doch zur Grundabklärung bei Ödemen oder bei Begleiterkrankungen immer wieder z.B. Blut oder Urinuntersuchungen nötig. Aber was bedeuten die Abkürzungen wie "TSH-Spiegel" oder "Krea" eigentlich? Welche Laborwerte können bei einer Entzündung untersucht werden?
    Unter www.labtestsonline.de haben Fachleute und Labormediziner zu mehr als 100 Labortests und deren Bedeutung bei den häufigsten Erkrankungen gut verständlich dargestellt. PS: Die Suche scheint auf der Seite nicht zu funktionieren, gehen Sie gleich links im Menü auf den Punkt "Labortests".

  • Ganz wichtig - Zusammenhang "Hautverletzungen - Hautentzündungen" beim Lymphödem:

    1. Hier können Sie sich zum Erysipel (= Wundrose) informieren. Diese Haut-Entzündung kann ja beim Lymphödem in einen Teufelskreis führen: D.h. das sie immer wieder auftreten, mit Lymphgefäßentzündungen (= Lymphangitis) einhergehen und somit das Lymphödem immer weiter verschlechtern. Durch die Entzündung können nämlich kleine-größere Lymphgefäße verkleben / ihre Funtionsfähigkeit verlieren!! Auf diese speziellen Abläufe beim Lymphödem wird auf den genannten Internetseiten allerdings nicht näher eingegangen. Das Gesundheitsportal Onmeda informiert im Internet allgemein zu Medizin und Gesundheit. Grundlage seien medizinisch anerkannte Quellen (z.B. Lehrbücher, Leitlinien).

    2. Schnell ist ein kleiner Ratscher passiert, sei es durch Gartenarbeit oder durch einen Katzenkratzer. Doch kaum jemand ahnt, dass daraus eine bedrohliche Situation werden kann. "Sie kann zu einer Blutvergiftung führen - und die verläuft im schlimmsten Fall tödlich. Das Gefährliche: Oft wird sie zu spät erkannt, ..." der Ratgeber von hr-online.de erklärt, welche Beachtung kleine Wunden finden müssen, da sie zu einer Lymphangitis führen können. Diese wird im Volksmund fälschlicherweise "Blutvergiftung" genannt. Aber sie kann sich - auch bei Personen ohne Lymphödem (!) - zu einer echten Blutvergiftung (= Sepsis) ausweiten!

    3. und Vorsicht: Pilzbefall! - gute Infosendung dazu bei QUIVIVE das rbb Gesundheitsmagazin im April 2007 - dran denken: Der gestaute Haut-Bereich ist bei Lymphödemen immungeschwächt,

    4. denn im Lympödemgebiet können die Zellen nicht mehr ausreichend durch die Lymphbahnen und -knoten zirkulieren - QUIVIVE berichtete im Nov. 2006 zum Hauptthema: "Immunsystem stärken! Fresszellen, Killerzellen, Antikörper – das Immunsystem soll mit einer gut aufgestellten Abwehr dafür sorgen, dass unser Körper mit Krankheitserregern fertig wird." !

  • Möglichkeiten einer Lymphödembildung nach Krebsoperationen vorzubeugen? - "Selen gegen Lymphödeme" ein Kurzbeitrag in den Mitteilungen der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. "Impulse", 3/2006, Seite 3. 
    - PS: die physikalische Ödemtherapie wird natürlich auch bei Kopf-Hals Ödemen sehr wohl mit guten Erfolgen eingesetzt.

  • Lymphödeme bei Krebspatienten - eine laiengerechte Zusammenfassung zu Entstehung und Behandlungsmöglichkeiten der sekundären Lymphödemen bei / nach Krebserkrankungen hat der KID (Krebsinformationsdienst) ins Netz gestellt.
    KID des Dt. Krebsforschungszentrums, Heidelberg, im Oktober 2003

  • Das IQWiG - Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen - hat den gesetzlichen Auftrag unabhängige und geprüfte Gesundheitsinformationen zu erstellen. Es berät sowohl den Gemeinsamen Bundesausschuss, als auch stellt es laienverständliche Informationen / Merkblätter ins Netz, siehe www.gesundheitsinformation.de. Hierbei findet sich vom Nov. 2008 einiges zum - "Lymphödem" wie Vorbeugung und Behandlung. Es wird ebenfalls dargestellt, dass es verschiedene Ursachen für Ödeme gibt (z.B. Herz, Niere, Leber, Lungenerkrankungen) und diese von Lymphödemen zu unterscheiden sind. - Aufbereitet wurde auch aus Sicht der bisherigen Studienlage: Thema Brustkrebs und Sport, welche Behandlungsmethoden bei einem Lymphödem nach einer Brustkrebserkrankung helfen sollen, Risiko Reisethrombose u.a.m. 
    - PS: Leider ist die Studienlage, nach heutigen wissenschaftlichen Kriterien gemessen, im Bereich Lymphologie aus unterschiedlichen Gründen nur sehr dünn.


Fachbeiträge zu den verschiedenen Ödemen:

Mit den Lymphödemen (primäre = angeborene; sekundäre = erworbene) befassen sich in Form von Übersichtsarbeiten die folgenden 4 Fachartikel:

  • Földi, E.; Baumeister, R.G.H.; Bräutigam, P.; Tiedjen, K.U.
    Zur Diagnostik und Therapie des Lymphödems

    Deutsches Ärzteblatt 95, Ausgabe 13 vom 27.03.1998, Seite A-740 / B-605 / C-565

  • Diehm, C.; Diehm, N.; Lawall, H.
    Entstauungstherapie so früh wie möglich
    Der Verlag hat ein kostenloses Registrierungsverfahren (Springer Medizin Login) eingerichtet. Erst dann sind für Angehörige medizinischer Berufsgruppen die meisten Artikel frei lesbar.
    CARDIOVASC, Ausgabe 2002; 2 (5), Seite 12-18

  • Schuchhardt, C.; Bimler, E.
    Das sekundäre Lymphödem nach operativen gynäkologischen Eingriffen
    - Stiefkind der onkologischen Nachsorgebehandlung. Bedeutung der manuellen Lymphdrainage
    Der vollständige Beitrag / das Heft kann (leider) nur kostenpflichtig über den Verlag bestellt werden.
    Ggf. kann über den Erstautoren Dr. Schuchhardt ein Sonderdruck bezogen werden.
    In dem Heft sind weitere Artikel zur onkol. Nachsorge, Mamma Ca Behandlung, Psychoonkologie u.a. enthalten.
    Der Gynäkologe 2003; 36 (6): 496-506

  • Strössenreuther, R.
    Die Frühdiagnose des Lymphödems
    - Wenn der Lymphabfluss ins Stocken gerät ...
    Der vollständige Beitrag / das Heft ist kostenpflichtig über den Verlag zu bestellen. Es sind noch zwei weitere, eindrucksvolle Artikel zum Thema darin enthalten. Über deren Archiv können über Suchbegriff z.B. "Lymphödem" weitere  Beiträge recherchiert werden - s. dazu noch unten.
    MMW Fortschr Med 2004; 146 (3/4): 24-26

Die folgenden 3 Artikel befassen sich mit den Phlebödemen (Schwellungen bei Venenerkrankungen, überwiegend sind die Beine betroffen):

Die wichtigsten zu unterscheidenden Ödem-Erkrankungen auf einen Blick:

  • Priesmeier, H.; Strössenreuther, R.H.K.
    Lymphödem, Lipödem oder internistisches Ödem?
    Der Beitrag / Heft ist über den Verlag zu bestellen. Ein Sonderdruck ist erhältlich über Fa. Jobst
    MMW Fortschr Med 2004; 146 (3/4):  27-28
  • Herz, Nieren, Venen oder Lymphgefäße?
    Zusammenfassung von ärztl. Fortbildungsvorträgen der MEDICA 2005, veröffentlicht in der
    MMW Fortschritte der Med. 147, Ausgabe 33-34, 2005, Seite 4 - 8

Spezieller mit den Lipödemen befassen sich die folgenden 2 Artikel:
Bemerkung des BVL: Die Therapie des Lipödems ist bezüglich der operativen Verfahren (umgangssprachlich "Fettabsaugung") nach wie vor im "Versuchsstadium" - hier stehen repräsentative Beobachtungsstudien auf Langzeitfolgen noch aus - 
Wir raten zunächst eine wirklich kompetente physikalische Entstauung (KPE 1) durchzuführen:

Was in der einzigen deutschsprachigen lymphologischen Fachzeitschrift zu lesen ist:

  • aktuelle Ausgabe der Lymphologie in Forschung und Praxis (LymphForsch), Viavital Verlag GmbH, Essen
    das Register der Ausgaben 1977-2008, sowie Autorenindex und Stichwortkatalog - PD Dr. H. Zöltzer
  • zum Beispiel war in der Ausgabe 2/2004 der "LymphForsch" zu lesen:
    - Neues zur Darstellung der Funktion der Lymphgefäße
      von Brauer V.S., Brauer W.
    - Liposuction - kein Problem? Schwere Komplikationen von 1998-2002
      von Lehnhardt M. et al.

Kurzbeiträge von Fortbildungen für Ärzte und Therapeuten:

  • Fortbildung "Zertifizierte Kasuistik" 7/2004: Beinschwellungen, ein primäres Beinlymphödem als erster Fall der neuen Rheinisches Ärzteblatt-Reihe und online Fortbildung der Ärztekammer Nordrhein - hätten Sie es erkannt?

  • zur Lymphologie 2006: Neues aus Diagnostik und Therapie, als pdf-Dateien von der Landesärztekammer Baden-Württemberg ins Internet gestellt
    Erschienen in Lymphologie in Forschung und Praxis – das offizielle Organ der DGL, der GDL sowie der GfMLV e. V. (Österreich)

  • Lymphödeme und Onkologie 2007: "Aktuelles, Bewährtes und Zukünftiges in Diagnostik und Therapie ..." - Zusammenfassung von einigen Beiträgen des 31. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie, Marburg, im Sept. 2007 - wie der Titel verspricht, aber kurz und knapp.
    Erschienen im FORUM, Rubrik: Aktuell, Heft 6/2007 – 22. Jahrgang – das offizielle Magazin der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

Weitere Ödemsituationen:



Offizielle Leitlinien:

Bemerkung des BVL: Diese haben bisher für die Lymphgefäßerkrankungen, als sogenannte "Leitlinien der Stufe 1", in unserem Gesundheitssystem für Kostenträger und Leistungserbringer nur orientierenden Charakter. In "Stufe 2" befinden sich jeweils höherwertige bzw. übergreifend von mehreren Fachgesellschaften erarbeitete Leitlinien. Und "Stufe 3" bedeutet, dass entsprechende Leitlinien auch international abgestimmt wurden und haben dann für unser Gesundheitssystem bindenden Charakter.

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